Resilienz

Fall down seven times – stand up eight! – Japanisches Sprichwort

Stress, Zeit- und Leistungsdruck, persönliche Krisen oder gar schwere Schicksalsschläge – diese Herausforderungen gehören genauso zum Leben dazu, wie die schönen Seiten. Die Frage ist nicht, ob wir sie verhindern können. Die Frage ist, wie wir mit diesen Herausforderungen umgehen.

Geraten wir in einen Strudel negativer Gefühle, aus dem wir nicht mehr herausfinden? Oder erkennen wir diese Situationen an, akzeptieren sie und suchen nach neuen Lösungswegen?
Blicken wir trotz allem optimistisch in die Zukunft und lassen uns nicht unterkriegen? Überwinden wir etwa nicht nur diese schweren Zeiten sondern gehen wir sogar gestärkt aus ihnen hervor?
Es gibt sie – diese Menschen. Sie fanden sich in einem Erlebnis wieder, das unangenehm, traurig oder gar schrecklich war. Trotz allen Widrigkeiten bestreiten sie einen optimistischen, glücklichen und erfolgreichen Lebensweg.
In ihnen gibt es eine Kraft, eine bestimmte Motivation, die sie dazu angetrieben hat, in eine bessere Welt zu starten. Eine Kraft, die sie dazu angetrieben hat, sich aufzurichten und nach vorn zu schauen.
Genau diese Kraft ist es. Genau diese Kraft bezeichnet die aktuelle Forschung als Resilienz.



Monika Gruhl arbeitet als Resilienz Coach. Sie bildet Menschen zu Solchen aus und bereichert das Leben Vieler durch ihre Arbeit als Autorin. Dies ist eines ihrer Bücher. Es stellt aus meiner Sicht eine wunderbare, leicht bekömmliche Einführung in die Thematik der Resilienz und die Forschungsergebnisse zu diesem Thema dar. Sie beschreibt in ihrem Buch sowohl den wissenschaftlichen Hintergrund als auch die Bedeutung dieses Wissenstandes für unser alltägliches Leben. Dieses Buch lege ich euch gern ans Herz, wenn ihr erstmal grundlegend in das Thema einsteigen möchtet.



Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff ist Psychologe und leitet das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung an der EH Freiburg. Prof. Dr. Maike Rönnau -Böse ist Kindheitspädagogin und Studiengangsleitung für den selbigen Studiengang an der EH Freiburg. In ihrer gemeinsamen Publikation „Resilienz“ findet ihr eine fundierte Ausarbeitung zum aktuellen Forschungsstand der Resilienz. Ihr lest über die große „Startschuss – Studie“, die den Anstoß zur aktuellen Resilienzforschung gab, und findet viele Verweise auf weiterführende Literatur. Die Autoren stellen Konzepte vor und führen in verschiedene Themengebiete wie Prävention, Risiko- und Schutzfaktorenkonzepte ein und spannen den Bogen von diesen Erkenntnissen zu der Relevanz Dieser für den pädagogischen Alltag mit Kindern. Das Ganze findet recht überschaulich auf insgesamt 84 Seiten statt.



Dr. Christina Berndt ist mehrfach preisgekrönte Wissenschaftsjournalistin.
Ihr Buch und Bestseller über „Resilienz – das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft“ wurde in neun Sprachen übersetzt und von „Bild der Wissenschaft“ für die Wissensbücher des Jahres 2014 nominiert. Es gilt zumindest in Deutschland als absoluter Klassiker im Bereich der Resilienzratgeber und ist sowohl für Leute vom Fach als auch für alle Menschen gedacht, die den Begriff der „Resilienz“ zum ersten Mal hören. Das Thema wird in diesem Buch nicht gezielt für Eltern formuliert, dient aus meiner Sicht dennoch als tolle Informationsquelle für uns! Dr. Berndt veranschaulicht auf großartige Weise die wissenschaftlichen Hintergründe und gibt uns gleichzeitig verständliche Tipps für die alltägliche Praxis an die Hand.


Hier seht ihr Resilienz im echten Leben. Sam Berns ist ein Paradebeispiel für die psychische Widerstandskraft. Mit 2 Jahren wurde mit einer seltenen Diagnose konfrontiert, die sein Leben nicht nur verkürzen sondern auch herausfordern sollte. In diesem unglaublich ergreifenden TED Talk verrät er seine persönlichen Glücksstrategien, welche starken Bezug zu den erforschten Resilienzfaktoren aufweisen. Ich empfehle es gern, sich dieses Video anzuschauen. Es inspiriert zu mehr Dankbarkeit, Optimismus, Achtsamkeit und Liebe. Es inspiriert und dazu, unser Leben voll auszukosten und Herausforderungen nicht nur zu bewältigen, sondern sie als Teil eines großen Ganzen zu begreifen.